Nicht noch ein Teenie-Film!

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Mit „Nicht noch ein Teenie-Film!“ aus dem Jahr 2001 haben Regisseur Joel Gallen und Produzent Neal H. Moritz (bekannt für zahlreiche Filme, unter anderem für die „The Fast and the Furious“-Reihe) eine Komödie geschaffen, die bekannte Filme aus verschiedensten Genres gewaltig auf die Schippe nimmt. Hier nämlich handelt es sich um eine Filmparodie, die sich an bekannten Kinohits orientiert, die in erster Linie für jugendliche Hauptrollen bekannt sind. Von Klassikern wie „Ferris macht blau“ über „Eiskalte Engel“ und „American Pie“ bis hin zu „Final Destination“ bleibt kaum eine Hollywood-Produktion aus diesen Sparten verschont. Gerade für echte Kenner und Filmfans ist es hier ein wahrer Spaß die unzähligen Anspielungen zu erkennen. Das Schema dürfte ohnehin bekannt sein: schon die Pseudo-Horrorfilme der „Scary Movie“-Reihe bedienten sich etlicher Horrorfilme und drehten den Spieß damit gewaltig um, sodass statt Grusel nur noch Lachen angesagt war. Bei „Nicht noch ein Teenie-Film!“ dagegen verläuft die Handlung in eher romantischen Zügen. Dass da am Ende aber alles herauskommt aber keine Liebesgeschichte, beweisen die strapazierten Lachmuskeln.

Klassisches Schema: eine Highschool, eine Wette und das vermeintliche Mauerblümchen

Schon der Aufhänger der Handlung verrät, welche Art von Filmen hier auf’s Korn genommen werden: an einer typischen High School, wo verschiedenste Cliquen das Geschehen bestimmen, wettet Sportass Jake (Chris Evans – bekannt für die Rolle des Captain America aus den Comic-Verfilmungen), der natürlich auch der beliebteste und attraktivste Kerl der Schule ist, mit seinen Kumpels, dass er das Mauerblümchen Janey Briggs (Chyler Leigh – bekannt aus den Serien „Private Practice“ und „Grey’s Anatomy“) zur gefeierten Ballkönigin machen kann. Hilfreiche Tipps, um seine Wette zu gewinnen, bekommt Jake von seiner Schwester Catherine (Mia Kirshner – bekannt aus verschiedenen Filmen und Serien, wie „The L Word“). Diese verlangt im Gegenzug, dass Jake mit ihr ins Bett geht (auch hier wieder eine klare Film-Anspielung). Nichtsdestotrotz bleibt die Wette riskant, zeigt Janey doch zu Beginn alles andere als Attraktivität und die nötige Grazie. Sowohl Jake als auch Janey erkennen jedoch in der gemeinsamen Zeit, die wahre Persönlichkeit des jeweils anderen, sodass die beiden sich verlieben.

Der Höhepunkt zum Abschlussball

Während Janey sich von der Brillenschlange zur unvermuteten Schönheit verwandelt, avanciert sie zum Gesprächsthema Nummer eins in der Schule. Letztlich begleitet sie Jake auf eine Party und ist dort dank neuem Outfit und perfektem Styling der Hingucker schlechthin. Angetrieben durch das neue Ansehen betrinkt sie sich jedoch ein wenig zu viel an alkoholfreien Bieren und stürzt in den Swimmingpool. Völlig durchnässt wird sie direkt auch noch von Jakes Ex-Freundin Priscilla (Jaime Pressly – bekannt aus „Tomcats“) vor den versammelten Partygästen bloßgestellt. Janey ist am Boden zerstört, flüchtet vor der Party und will sich daheim in ihr altes Leben zurückziehen. Jake jedoch steht zu ihr und tröstet sie. Er will sie noch immer als Begleiterin für den Abschlussball haben. Es kommt wie es kommen muss, Jake ist gezwungen, Janey von der Wette zu erzählen. Zu viel liegt ihm inzwischen an ihr, als dass er an seinem ursprünglichen Vorhaben festhalten und Janey weiter hintergehen kann. Diese jedoch ist deshalb absolut enttäuscht und will sich direkt nach Europa absetzen, um dort Kunst zu studieren. Nun ist es an Jake, sie zurückzuerobern – notfalls im allerletzten Moment. Abseits der Haupthandlung gibt es natürlich weitere Nebenschauplätze und -charaktere mit jeder Menge Slapstick und Gags, sodass der Film insgesamt nur so sprüht vor Klischees und Stereotypen aus Teenie-Filmen. Beinahe mitleidig muss man schließlich sogar den typischen besten Freund der Schönheit betrachten, der in dieser Parodie leider nicht sein Happy End bekommt und stattdessen allerhand einstecken muss – sehr zum Vergnügen der Zuschauer selbstverständlich.

Nicht noch ein Teenie-Film! Trailer